Scheibenschießen
Scheibenschießen Neben dem Vogelschießen, dem Höhepunkt im Schützenbrauch des Jahres, fand auch ein Scheibenschießen statt. Es ist in Westfallen ebenfalls schon für das Mittelalter bezeugt. In Nienborg fand es bis 1938 auf der Kusenborg in einer Geländevertiefung statt. Auf diesem ehemals dem Freiherrn von Oer zu Haus Egelborg gehörenden Gelände befindet sich heute der Kinderspielplatz. Während es beim Vogelschießen mehr oder weniger den Zufall überlassen blieb, wer den Königsschuss tat, bedeutete das Scheibenschießen eine wirkliche Prüfung der Schießkunst der Schützen. Der Scheibenkönig, der mit am Thron saß, hatte keine besonderen Rechte und Pflichten. 1950 wurde sowohl das Vogelschießen als auch das Scheibenschießen auf den Nienborger Sportplatz verlegt. Wegen mangelnder Beteiligung wurde 1961 das Scheibenschießen und 1970 das dafür eingerichtete Sternschießen ganz fallen gelassen. Für die Ausrüstung hatten die Schützen früher selbst zu sorgen. Diese war im Laufe der Zeit einem starken Wandel unterworfen. Im Mittelalter waren es vorwiegend Armbrust, Spieße und Heilebarden, die im Kampfe zur Entscheidung beitrugen. Mit dem 16. Jahrhundert bürgerte sich allmählich die Muskete als Nachfolgerin der Hakenbüchse ein.
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